Imic e V

Zusammen mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin klärt das Interkulturelle Migranten Integrations Center (IMIC e.V.) derzeit über die Sickle-Cell Disease (Sichelzellerkrankung) auf. Eine Krankheit, die mit Schmerzkrisen, einer Schädigung der inneren Organe und einer erhöhten Infekt-Neigung einhergeht und bei Westafrikanern besonders häufig auftritt.

Vor allem durch die Einführung von Neugeborenen-Screening verbunden mit prophylaktischer Penicillingabe und Pneumokkenimpfung konnte Morbidität und Mortalität der von der Erkrankung Betroffenen z.B. in den USA in den letzten 30 Jahren deutlich verbessert werden. Die Lebenserwartung liegt dort heute, abhängig vom Typ der Sichelzellerkrankung, bei ca. 40- 60 Jahren.

Die Erkrankung, die ursprünglich nur in Afrika, dem östlichen Mittelmeerraum, dem Mittleren Osten und Indien vorkam, hat sich durch Migration weltweit verbreitet.

Daten zur Prävalenz der Erkrankung in Deutschland liegen nur aus Hamburg und Berlin vor und zeigen, dass ca. 1 von 2500 Neugeborenen von der Erkrankung betroffen ist. Betroffen sind vor allem Kinder mit afrikanischem Migrationshintergrund.

In Deutschland ist die Erkrankung bisher kein Teil des Neugeborenen Screening Programms, wodurch die Diagnose in Deutschland oft erst zu spät gestellt wird. Eine kurzfristige Aufnahme der Erkrankung in das Programm ist derzeit leider nicht zu erwarten.

IMIC e.V. bietet zusammen mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Beratungstermine an sowie die Möglichkeit, die Familie testen zu lassen und eine Blutprobe abzugeben. Die nächsten Termine bei IMIC e.V. : Vortrag und Diskussion am 18. November 2015 (17- 19 Uhr), individuelle ärztliche Beratung und Tests am 03., 04., 05 November 2015. Bitte anmelden unter 040/689 499 69 oder This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Foto (v.l.n.r.): IMIC-Mitarbeiter Rolf Denkewitz, Frank Heinrich und Sylvaina Gerlich, zusammen mit Dr. Bernhard Doku in der Presbyterian Church (Hamburg)

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Der Flyer zur Sickle-Cell-Kampagne wurde in zwei Sprachen gedruckt und gibt wichtige Informationen zu der Krankheit

Ziel war es im Jahr 2015 durch kulturelle und künstlerische Workshops zu Musik, Kunsthandwerk und Bekleidung das Verständnis für die Kultur und Kunst Afrikas und seiner Traditionen zu fördern und Akzeptanz und Kommunikation zwischen den deutschen und afrikanischen Nachbarn zu schaffen“, erklärt Sylvania Gerlich, Vorstand des gemeinnützigen Vereins IMIC e.V. Im Workshop „Stoffe und Mode“ ging es um die typisch afrikanische Bekleidung, farbenfroh und ausdrucksstark. Unter der Anleitung von afrikanischen Modeschöpfern und der Kunterbunten Nähkiste (Wandsbek) wurde mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet, wie mit traditionellen Stoffen Kleidungsstücke entstehen. Im Workshop „Trommeln und Tanz“ sammelten die jugendlichen Teilnehmer/innen unter der Anleitung der African Folks Band aus Togo Erfahrungen mit  charakteristischer afrikanischer Musik und dem Hauptinstrument, die traditionellen Trommeln. Gezeigt wurde, dass es zu jedem Anlass spezielle Lieder und die dazugehörigen Tänze gibt, z.B. den königlichen Adowa Dance, Die Moderatorin und Accessoire-Designerin Charity Asante aus Ghana fertigte mit den Teilnehmer/innen im Workshops „Schmuck und Kreatives“ nach afrikanischen Mustern und kulturellen Vorbildern Ketten, Ohrringe und andere Kreationen, die die Farbvielfalt typisch afrikanischer Materialien und verbinden und zugleich die gestalterischen Einflüsse Afrikas und Europas zeigen. Das Projekt wurde von der Hamburger Kuturbehörde unterstützt. 

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Präsentation bei Africa Day 2016:

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Since 2008, Sylvaina Gerlich is the first elected member of the Hamburg Integrations Council for the African Continent and she is also chairwoman of IMIC e.V. "to help people" is her slogan and her non-profit organisation.Sylvaina Gerlich knows the people's problems from Africa and from Afro-Germans and she guides, communicates and mediates. She doesn't talk, but takes action, such as being active as the ambassadress for integration and for mutual understanding and works voluntarily. Her voice is heard  in the African Community, also by important politicians, institutions, public authorities and opinion leaders.

Together with IMIC e.V. she encourages Africans and other migrants and mediates and supports Africans and Afro-Germans. She helps with all social questions and problems and helps people with their daily and existential needs. She accompanies them to the authorities, she mediates with respect to family questions, education and health, sports and other activity leisures, asylum- and refugee-helps and also with other help-projects. Sylvaina Gerlich is inspired by her work and encouraged by the network of the Integration Council in order to supply the migrants from all African countries with her help and her balance of her works for the community are really outstanding.

  • 7.000 social guidances and accompanying by Sylvaina Gerlich and her non-profit organisation
  • 3.000 mediations and accompanying to first aid authorities, integration courses and other internal and external measurements (seminars, language courses and private lessens
  • 850 mediations concerning mentoring, education and recognitions
  • 3.700 further mediations to experts (law, medicine and business start ups)
  • 27 helping actions for Africa, such as help-container, actions for spectacles and back home-projects
  • 240 cultural events at IMIC and initiated by and through IMIC e.V.
  • 40 reputable partners, who co-operate with IMIC and 165 corporate presentations
  • 1.050 internal and external events, where Sylvaina Gerlich represented the interests of Africans and Afro-Germans

Sylvaina Gerlich, who is a native-born Ghanaian, doesn't difference between nationalities - she states: we are all Africans with a lot of cultures and ethnics,

helps all people not matter what nationality and brings them together in social events. Sylvaina Gerlich initiated Africa Day in Hamburg, a cultural event, occuring every year in Hamburg - it is an integration festival with lust for live with its African traditions - which has more than 10.000 participants in 2015.

She also organises the African Culture Award, a beauty contest for Africans. This year's prize winning awards are: Nigeria, who won the first prize, followed by the Massai (Kenia) and the third prize went to Mali. Not only workshops, but also projects and senior-events are initiated by Sylvaina Gerlich.Sylvaina Gerlich and her IMIC-team make public all important issues of the Africans and Afro-Germans, using panel-discussions, own campaigns, for example the health issue about the Sickle Cell desease as well as information events and discussions regarding the return-home project, schooling and healthsystem and also asyl and migrants questions. Sylvaina Gerlich's aim is that youth should know its roots and culture - she points out perspectives in  exhibitions such as  "African role models", organising this event together with the African Youth Education Awards and, helps with coaching, pc-courses and leisure activities.

Sylvaina Gerlich's vision is to build a world, where all migrants are welcome and where no human has to flee from hunger and war. I want to help is her slogan. Her wish for more acceptance and support with respect to volunteers and she would like to expand her organisation IMIC e.V. in Germany together with her social work.

Kandidatin für den Integrationsbeirat Hamburg

Sylvaina Gerlich – eine Botschafterin für Integration, die Afrikanern und Migranten konkret hilft

Sylvaina Gerlich ist für den Kontinent Afrika seit dem Jahr 2008 erstes gewähltes Mitglied des Hamburger Integrationsbeirates (Hamburg Integration Council)  und Vorstand von IMIC e.V. „Menschen helfen“ lautet das Motto von Sylvaina Gerlich und ihres gemeinnützigen Vereins IMIC e.V. Sylvaina Gerlich kennt die Probleme von Afrikanern und Afro-Deutschen und vermittelt und kommuniziert sie. Sie redet nicht, sondern sie handelt, tritt als Botschafterin für Integration und gegenseitiges Verständnis aktiv und ehrenamtlich ein und hat eine Stimme, in der afrikanischen Community, bei wichtigen Politikern, Institutionen und Behörden und Meinungsbildnern.

Mit IMIC e.V. setzt sie sich jeden Tag für afrikanische und andere Migranten/innen ein, berät und begleitet Afrikaner/innen und Afrodeutsche in allen sozialen Fragen und Problemen und hilft Menschen in alltäglicher und existentieller Not, bei Behördengängen, in Fragen zu Familie, Erziehung, Ausbildung und Gesundheit, Sport-/Freizeitaktivitäten, Asyl- und Flüchtlingshilfe sowie mit Hilfsprojekten. Sylvaina Gerlich bringt dabei das Netzwerk des Integrationsbeirates ein, um konkrete Hilfe für Migranten aus allen Ländern Afrikas zu leisten – dabei hat sie eine herausragende Bilanz der eigenen Arbeit für die Community aufzuweisen:

  • 7.000 soziale Beratungen und Begleitungen durch Sylvaina Gerlich und ihren Verein IMIC e.V.
  • 3.000 Vermittlungen und Begleitungen zu Erstaufnahmestellen, in Integrationskurse und sonstigen in- oder externen Maßnahmen (Seminare, Sprachkurse, Nachhilfekurse).
  • 850 Vermittlungen in Ausbildungen, Ausbildungsberatungen und Anerkennungen.
  • 3700 Weitervermittlungen zu Fachleuten (Recht, Medizin, Existenzgründung etc.).
  • 27 Hilfsaktionen für Afrika (Hilfscontainer, Brillenaktion, Rückkehrprojekt).
  • 240 kulturelle Veranstaltungen bei IMIC und von IMIC e.V. initiiert.
  • 40 namhafte Partner, die mit IMIC e.V. kooperieren und 165 gemeinsame Veranstaltungen.
  • 1.050 in- und externe Veranstaltungen, auf denen Sylvaina Gerlich die Interessen der Afrikaner und Afro-Deutschen vertreten hat.

Dabei macht die geborene Ghanaerin Sylvaina Gerlich keine nationalen Unterschiede. “Wir sind alle Afrikaner mit viel Kulturen und Ethnien”, sagt sie, hilft unabhängig von ihrer Nationalität allen Afrikanern und Migranten und bringt sie bei kulturellen Events und anderen Gelegenheiten zusammen. So ist sie Initiatorin, Veranstalterin und Organisatorin z.B. des jährlichen Africa Day, einem integrativen Fest der afrikanischen Lebensfreude, Kulturen und Traditionen, 2015 mit rund 10.000 Teilnehmern, sowie vom African Culture Award mit den diesjährigen Preisträgern Nigeria, Massai (Kenia) und Mali. Daneben organisiert sie Projekte, Workshops und Senioren-Begegnungen.

Sylvaina Gerlich und ihr IMIC-Team machen die brennenden Themen der Afrikaner und Afro-Deutschen öffentlich, bei Podiumsdiskussionen, in eigenen Kampagnen z.B. zum Gesundheitsthema Sickle Cell sowie in Informationsveranstaltungen und Gesprächen zum Rückkehrprojekt, zum Schul- und Gesundheitssystem und zu Asyl- und Flüchtlingsfragen. Dabei ist ihr es ein wichtiges Anliegen, dass die Jugend ihre Wurzeln und ihre Kultur kennen soll. Sylvaina Gerlich zeigt der Jugend Perspektiven z.B.  mit der Ausstellung “Vorbilder“, als Mitorganisatorin des African Youth Education Awards und über Nachhilfe-Angebote, PC-Kurse sowie Sport- und Freizeitaktivitäten.

Die Vision von Sylvaina Gerlich lautet „Eine Welt zu schaffen, in der Migranten überall willkommen sind und in der Menschen nicht mehr flüchten müssen. Dabei will ich helfen.“ Sie wünscht sich mehr Anerkennung und Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements und will neben ihrer vor allem sozialen Arbeit in Deutschland das Engagement in Afrika ihres Vereins IMIC e.V. weiter ausbauen.

Foto: Syvaina Gerlich, IMIC e.V. Chailady & Member of Hamburg Integration Council

("Sylvaina Gerlich: The Ambassadress for Integration, Africans and Migrants, who helps people in all situations", Quelle: TopAfric, 18.09.2015, veröffentlicht zur Wahl des Hamburger Integrationsbeirates)

 

IMIC e.V. unterstützt die Interkulturelle Elterninitiative Hamburg (IKEH). IKEH besteht seit 2009 und ist der erste Zusammenschluss von migrantischen Elternvereinen in der Hamburger Schulgeschichte. Mittlerweile haben sich IKEH über zwanzig Elternvereine der Initiative angeschlossen. Durch diese Vielfalt erreicht die Initiative viele Elternhäuser aus ebenso zahlreichen Herkunftsländern. IKEH setzt sich für eine Schulpolitik ein, in der der Gedanke der Vielfalt nicht nur eine leere Floskel darstellt, sondern stetiger Begleiter der Schulentwicklung ist. IKEH will dabei politische Initiativen und Entscheidungen in Hinblick auf die Perspektiven der unterschiedlichen in Hamburg lebenden Kulturen überprüfen. 

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„Die Welt bei Hammonia zu Haus - Gelebte Vielfalt in Hamburg“ heißt eine Buchveröffentlichung der Landeszentrale für politische Bildung, herausgegeben im Februar 2015 von Abut Can und Birgit Kiupel.

Hamburg, das Tor zur Welt – die Hansestadt präsentiert sich als weltoffen, vielfältig und tolerant. In der Zeit der kontroversen Diskussionen über die Zuwanderung wird häufig über nicht gelungene Integration berichtet. Der soziale, kulturelle und wirtschaftliche Beitrag, den Zuwanderinnen und Zuwanderer für die Gesellschaft Tag für Tag leisten, wird durch religiös motivierte Gewalt überschattet. Rund 548.000 Menschen aus über 180 Nationen, die in Hunderten von Sprachen sprechen, leben mittlerweile in Hamburg – und überwiegend bestens integriert.

Wie sieht das Leben von Menschen mit unterschiedlichen sogenannten „Migrationshintergründen“ konkret aus? Wie gestalten sie Hamburgs Vielfalt auch auf politischer Ebene mit? Wie wird über diese Mitbürgerinnen und Mitbürger gesprochen, die aus anderen Nationen und Kulturen stammen? Die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner – u.a. Sylvaina Gerlich, Vorstand von IMIc e.V. – kommen aus unterschiedlichen Communities und Regionen der Welt. Sie sind erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer, Gewerkschafter, Kulturschaffende, Politikerinnen und Politiker, Repräsentantinnen und Repräsentanten ihrer jeweiligen Communities und vieles mehr.

http://www.hamburg.de/contentblob/4462238/4c855de6d72f0fea368234d2fd8a40bc/data/die-welt-bei-hammonia.pdf

Bischof Brobbey wirbt für Hilfsprojekt

Von Christa Möller
 (Hamburger Wochenblatt, 06.11.2015)

In feierlichem Ornat, aber keinesfalls unnahbar , präsentiert sich Bischof Emmanuel Brobbey seiner Kirchengemeinde. Die ist klein – aus deutscher Sicht. Doch unter den insgesamt 66 ghanaischen Kirchengemeinden gibt es noch weitaus kleinere als seine „Holy Spirit Inspiration Church“, die im Holstenhofweg 57 in Wandsbek ihren Sitz hat. Im Wechsel mit seinen drei Pastoren hält der im vergangenen Dezember in Ghana geweihte Bischof die Gottesdienste.

Gerade wurde seine Weihe für die deutsche Pfingstgemeinde in Wandsbek wiederholt, nun ist der 53-Jährige, der in Jenfeld wohnt, einer von drei Bischöfen der ghanaischen Gemeinde hier.
Während nach dem Kindergottesdienst, der sogenannten Sonntagsschule, von 12.30 bis 15 Uhr Gottesdienst ist, gibt es am Dienstag von 19 bis 21 Uhr die Gelegenheit zum Bibelstudium und zur Diskussion. Freitags von 19 bis 21 Uhr ist Gebetabend mit Fürbitten. Warum der Gottesdienst im Vergleich zu evangelischen Gottesdiensten deutlich länger dauert, erklärt Pastor Axel Bethke, 49. Nach Lobpreis und Musik kämen die Menschen nach vorn, „sie erzählen, wie Gott in ihr Leben getreten ist oder geben Zeugnis von dem, was passiert ist.“ Er betont: „Sonntag ist der Kirchentag, da bleibt kein Ghanaer zu Hause.“ Die Gottesdienste werden auf Englisch gehalten und gegebenenfalls ins Deutsche übersetzt. Auch Deutsche, Polen und Rumänen kommen gern in die Holy Spirit Inspiration Church. „Wir bekommen von der Stadt keinen Cent“, sagt Bischof Brobbey, der noch für ein anderes Projekt auf Unterstützung angewiesen ist: In seiner ghanaischen Heimat hat er

„Suame“ gegründet. Das ist Ashanti und bedeutet „Ich helfe dir, die Last auf deinen Kopf zu stellen, damit du losgehen kannst.“ Suame ist außerdem ein Stadtteil von Kumasi, der Geburtsstadt von Brobbey. Unter dem Dach von Suame gibt es eine zweizügige Schule für 650 Kinder, die dort auch verpflegt und falls nötig mit drei Kleinbussen zur Schule und zurück transportiert werden. Die Schule bietet 41 Menschen einen Arbeitsplatz. Außerdem gehört eine von zwölf Menschen bewirtschaftete Farm zu Suame, die zur Versorgung der Schule beiträgt. Mit Hilfe von Geld- und Sachspenden aus Deutschland werden die Schule und diverse medizinische Versorgungseinrichtungen unterstützt.
Vor fast 30 Jahren musste Emmanuel Brobbey Ghana aufgrund der damaligen politischen Verhältnisse verlassen. In Hamburg fand er eine neue Heimat und Arbeit unter anderem als Straßenbauer, Staplerfahrer und in der Warenannahme. Längst kann er wieder nach Ghana reisen, nun pendelt er zwischen Deutschland und Ghana, wo seine Frau und die drei Kinder leben. Vor 20 Jahren folgte er der Berufung der Kirche und war seither ehrenamtlicher Pastor wie jetzt Axel Bethke, der in der ghanaischen Kirche eine spirituelle Heimat fand. Vor acht Jahren besuchte Bethke mit seiner Frau einen Vortrag von Bischof Brobbey, war begeistert – und kam wieder. „Wir gehören mittlerweile dazu“, sagt der Farmsener (49): „Das Wort Gottes ist etwas Besonderes, weil es die Wahrheit ist. Das berührt einen im Herzen, man weiß, hier bist du richtig.“ Er wurde von Bischof Brobbey ausgebildet und studiert noch an einer privaten deutschen Einrichtung in Frankfurt, wo er eine Seelsorge- und Befreiungsausbildung macht.

Sylvaina Gerling vom Vorstand des Vereins IMIC, der viele Emigranten betreut, mit Kirche und Bischof kooperiert, weiß: „Sehr viele Menschen haben den Glauben an Gott – die afrikanischen Pastoren sind wie Psychologen für die Menschen.“ Bischof Brobbey möchte dazu beitragen, dass möglichst wenige Ghanaer ihr Heimatland verlassen müssen, er wirbt deshalb um Unterstützung für sein Projekt.

Foto: Die Bischofsweihe von Emmanuel Brobbey wurde bei IMIC e.V. gefeiert

ACCADA e.V. und IMIC e.V. veranstalteten im Juli 2015 einen runden Tisch zum Thema „Anders, aber doch vereint“. Das Zusammenleben von Deutschen und Migranten und die kulturellen Unterschiede wurden diskutiert von Vertretern der afrikanischen Community, deutschen Politikern. Mit dabei: Hamburgs Kultursenator a.D. Reinhard Stuth.

Kooperationspartner ACCADA e.V. schreibt zu der Veranstaltung:

„Derzeit gibt es zu viele Konflikte und Hotspots rund um den Globus, zu viel Misstrauen und Vorurteile, zu viel Hass, ob in Afrika, den USA, im Nahen Osten, in Europa und auch in Deutschland. Multikulturalismus, ethnische, kulturelle und rassische Unterschiede spielen in diesen Konflikten eine zentrale Rolle, und es ist echt ironisch, dass der Multikulturalismus zwar viele Vorteile bringt, aber auch ein Hindernis für die menschliche Koexistenz darstellt. Es ist daher unsere Pflicht und Verantwortung, jede Gelegenheit zu nutzen, um eine reibungslose und friedliche Koexistenz unter den in Deutschland lebenden Menschen zu ermöglichen. Unter dem Motto "Different but yet united" veranstalteten wir (ACCADA eV) in Kooperation mit dem IMIC e .V einen Kulturabend mit Rundtischgespräch und Präsentation von bereits erarbeiteten Konzepten der interkulturellen Kommunikation und Kooperation. Der "Mensch" steht im Mittelpunkt der gesamten Veranstaltung. Darüber hinaus wurden Flyer mit Botschaften der friedlichen Koexistenz verteilt.“

„Currently, there are too many conflicts and hot spots around the globe, too much mistrust and prejudice, too much hatred, whether in Africa, the USA, in the Middle East, in Europe and also in Germany. Multiculturalism, ethnic, cultural and racial differences play key roles in these conflicts and it’s really ironic that although multiculturalism brings along many benefits, it is also an obstacle to human coexistence. It is therefore our duty and responsibility to use every opportunity to allow a smooth and peaceful coexistence amongst the people living in Germany. Under the motto "Different but yet united", we (ACCADA eV) in cooperation with the IMIC e .V organized a cultural evening, including round table discussion and presentation of previously worked out concepts of intercultural communication and cooperation. The "Human Being" will be in the focus in the entire event. In addition, flyers with messages of peaceful coexistence were distributed.“

Der "Africa Day" wurde erstmals in diesem Jahr von einem „Africa Day Business Forum“ im Hamburger Grand Hotel Elysee unter Schirmherrschaft von Senator a.D. Ian Karan eröffnet (26. Mai). Es dient der Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Hansestadt und Afrika. Rund 100 Unternehmer u.a. aus Nigeria, Ghana, Togo, Kamerun, Deutschland und der Schweiz diskutierten miteinander über Investments in Afrika und mittelständisches Engagement. Unter den Teilnehmern des Forums u.a. die ghanaischen Staatsminister Hon. Comfort Doyoe Ghansah (Soziales), Hon. Rashid Pelpuo (Privatwirtschaft). „Das Networking war hervorragend und wir wissen von konkreten Partnerschaften, die in Vorbereitung sind“, so Sylvaina Gerlich. „Uns war dabei wichtig, Unternehmer und politische Entscheider zusammen zu bringen, die mit sinnvollen Projekten und Joint Ventures Arbeitsplätze schaffen, in Afrika und für Migranten in Deutschland“, so Frank Heinrich, Beirat von IMIC e.V. Beim anschließenden Business-Dinner wird zudem der afrikanische Media-Award verliehen.

Rathaus-Empfang mit Dietrich Wersich Staatsminister Pelpuo Ghansah IMIC-Präsidentin Gerlich

Foto: Rathaus-Führung mit dem Ersten Vizepräsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft Dietrich Wersich und den Staatsministern Hon. Comfort Doyoe Ghansah und Hon. Rashid Pelpuo aus Ghana, Gäste des Africa Day 2016 von IMIC e.V.

Impressionen vom Business Forum:

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Zum Africa Day kurzfristig angereist ist die Ministerin Comfort Doyoe Cudjoe Ghansah aus Ghana. Verantwortlich für das Sozialwesen und Soziale Institutionen in dem afrikanischen Land wird sie um Sonnabend (23.5.) UM 11.00 Uhr am Veranstaltungsort Wandsbeker Marktplatz ein Grußwort sprechen. Der vom gemeinnützigen Verein IMIC e.V. organisierte Africa Day findet vom 23. Bis 25. Mai mit einem bunten Bühnenprogramm, gastlichen Pagodenzelten und afrikanischen Marktständen statt.

Die afrikanische Community feiert den Africa Day unter der Schirmherrschaft von Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, mit prominenten Gästen wie Königinnen Nana Akua Kwayowaa und Nana Adwoa Afaribea I aus Ghana und Chief Imam Sheikh Hussein Imam-Halid. Gefeiert wird an den drei Pfingsttagen ein Fest der afrikanischen Kulturen – mit Musik, Tanz und Gebeten und kulinarischen Speisen. Der Africa Day erinnert in jedem Jahr an den Gründungstag der Afrikanischen Union durch die Staats- und Regierungschefs von dreißig unabhängigen afrikanischen Staaten am 25. Mai 1963. In Hamburg feiern rund 37.000 Afrikaner und Afro-Deutsche diesen Tag.

Auf dem Programm stehen unter anderem bekannte afrikanische Künstler und Bands wie Nana Acheapong, Renevision (König der Löwen), Thendiva Band (König der Löwen), Mark Kofi Asamoah, Ariba War Dancers (Nigeria), Florence, Adowa Traditional Dance Ghana, Perfect Music Group (Togo), Massai Group und Saliou Cissaokho. Sie werden begleitet von einem Informationsprogramm aus Bühneninterviews und Diskussionen. Veranstalter des „Africa Day“ ist IMIC e.V. (Interkulturelles Migranten Integrations Center e.V.), deren Präsidentin Sylvaina Gerlich und ihr Team seit 2012 zu dem Fest einladen.

Der „Africa Day“ gehört zu dem kulturellen und integrativen Angebot des Migranten-Zentrums IMIC e.V. Sylvaina Gerlich: „Mit dem ‚Africa Day 2015’ feiern wir drei Tage lang ein afrikanisches Fest der Vielfalt und Einheit – zu dem wir alle Bürgerinnen und Bürger einladen im Rhythmus Afrikas mitzufeiern und sich gegenseitig besser kennenzulernen.“ Der gemeinnützige Verein IMIC e.V. berät und betreut Migranten und Flüchtlinge in nahezu allen sozialen Bereichen und begleitet sie im Kontakt mit Behörden und Institutionen.